Ziele der Waldbewirtschaftung - Stadt Neckargemünd: Das Waldforum
Die Ziele für die Forstbewirtschaftung des Neckargemünder Waldes in den nächsten zehn Jahren liegen nun vor. Erstmals wurden diese in einem Waldforum abgestimmt. Die Fraktionen (CDU, GRÜNE und Freie Wähler) und der Bürgermeister Jan Seidel haben damit ein Wahlversprechen des Kommunalwahlkampfes 2025 eingelöst.
Das Waldforum hat sich insgesamt dreimal getroffen. Es war mit zwölf Personen der folgenden Interessensgruppen besetzt:
- Für die Stadtverwaltung, Hauptverwaltung, Kämmerei, Tourismus und Klimaschutz und - anpassung je ein Vertreter/Vertreterin
- Für die Gemeinderatsfraktionen je ein Vertreter und Vertreterin
- Für den Klimaschutzbeirat ein Vertreter
- Für die Naturschutzverbände BUND und NABU je eine Vertreterin
- Für die Bürgerinitiative Waldwende eine Vertreterin
- Sowie beratend das Kreisforstamt mit Amtsleitung und Revierleitung
Der Prozess wurde geplant und begleitet von der Firma DialogDesign GbR aus Freiburg.
Die Ergebnisse können Sie im Anhang einsehen. Wir werden die wichtigen Aspekte einzeln kommentieren und den nächsten Wochen auf unserer Website einstellen. Erkenntnisse zum produktiven Prozess eines Bürgerforums möchten wir aber jetzt schon weitergeben:
Mit der Einrichtung des Waldforums unter Bürgerbeteiligung wurde ein bislang noch nicht erprobtes Format an Beteiligungsmöglichkeit gewählt das aus unserer Sicht auch unter dem Vorzeichen der aktuellen Sorge um Demokratieverdrossenheit positive Akzente in unserer Kommune setzt. Wir haben einige Anmerkungen zusammengefasst wie ein solcher Prozess optimiert werden muss:
- Der konkrete Auftrag an die externe Moderation und Prozessgestaltung sollte vorbesprochen sein und jederzeit deutlich bleiben.
Für die BI Waldwende war nicht klar, welche Rolle die beiden Projektnehmerinnen von DialogDesign hatten.
- Projektnehmer_innen sondieren auch durch Vorab-Gespräche mit Teilnehmer_innen.
Das ist in vergleichbaren Vorhaben so erfolgt, ist eigentlich Standard im Projektmanagement und wäre hilfreich gewesen zur Vertrauensbildung und für das Situationsverständnis der externen Projektnehmerinnen. Es ist uns unverständlich, warum die BI in eine Vorab-Abklärung nicht einbezogen wurde. - Die Rollen sollten definiert und einvernehmlich sein.
Die Forstvertreter Herr Robens und Herr Kappes fungierten als „Berater“. Sie sind aber und das wurde vielfach in den einzelnen Sitzungen deutlich, interessensgeleitete Partei. Es wurde hier aus unserer Sicht eine große Chance vergeben, eine neutrale Situation zu schaffen und unterschiedliche Sichtweise auf den Wald im Klimawandel wirklich zuzulassen. - Bei strittigen Fragen sollte externe Expertise, gerne auch kostengünstig in Form eines Video-Calls / Vortrages, gehört werden.
Die Ergebnisse des Waldforums finden Sie in einer Zusammenfassung im Anhang. Gleichermaßen haben wir die im Gemeinderat abgestimmten Indikatoren eingefügt, die einige der Zielforumlierungen einem Monitoring verfügbar machen sollen.